Die Frage geistert seit Jahren durch die sogenannte Fachwelt. Da mittlerweile fast jeder ein Handy benutzt, ist das eine Frage von globalem Interesse. Im Moment läuft die sog. Interphone-Studie mit 12.000 Probanden. Mit ersten Ergebnissen ist 2003 zu rechnen.
Bis jetzt steht nur definitiv fest: Hochfrequente Strahlung erwärmt das Gewebe und zuviel Wärme schadet dem Körper. Messbar sind EEG-Veränderungen im Hirn beim Telefonieren – das sollte uns nachdenklich stimmen.
Problematisch sind vor allen Dingen der Verbindungsaufbau und Zonen mit schlechtem Empfang, da dort das Handy auf volle Wattzahl geht. Es wird versucht, einen Grenzwert für die spezifische Absorptionsrate (SAR) zu ermitteln. Bei den bisher vermessenen Endgeräten überschritt keines der Geräte die in der EU gültigen Grenzwerte.
Mediziner sind zunehmend in Sorge, denn es gibt eine Vielzahl sogenannter nicht-thermischer Effekte. Prof. Hayo Eckel von der Bundesärztekammer: "Eine der wesentlichen Wirkungen, die im Tierversuch beobachtet worden sind, sind Veränderungen am Zellkern. Das wirft für Mediziner und Biologen immer die Frage nach eventuell entstehenden Tumoren auf."
Fazit: Bisher gibt es weder Beweise, dass Handystrahlung gefährlich, noch dass sie ungefährlich ist. Die britische Regierung hat bereits Konsequenzen gezogen: Dort dürfen Taschentelefone an Jugendliche nur noch mit Warnhinweis verkauft werden.
